Komisch aber lecker

Ich ernähre mich gerne gesund, versuche alles selbst zu kochen anstatt irgendwelche Fertiggerichte zu kaufen. Komischerweise werfe ich aber eine Menge Ernährungsgrundsätze über den Haufen, wenn ich in den Niederlanden bin…

Bei meinem letzten Besuch habe ich wieder etwas Neues entdeckt, was ich dann gleich ausprobieren musste. Mein Fazit: Gar nicht mal so unlecker!

Vanillegeschmack + Knister
Mal was Anderes als immer nur Nutella

Ich verbitte mir irgendwelche Späße über Körperflüssigkeiten von Schlümpfen…

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Angeln, Campen, Holland – was will man mehr?

Wer mich kennt oder einen meiner beiden Blogs aufmerksam ließt, weiss dass ich eine gewisse Affinität zu den Niederlanden habe. Mir gefällt das Land nicht nur architektonisch und kulturell, auch hege ich eine gewisse Grundsympathie gegenüber den Niederländern selbst (an alle Fussballfans: einfach schweigen!). Unsere westlichen Nachbarn scheinen einfach immer gut gelaunt zu sein und verströmen weitaus mehr Lebensfreude, als wir Deutschen es tun. Ausnahmen  gibt’s auch (Opstelten, Wilders etc.), aber das bestätigt ja bekanntlich die Regel.

Und einer dieser netten Niederländer ist Tim Hulshof. Ich kenne ihn bereits seit einigen Jahren und so ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass ich Euch über sein neustes Angebot informiere! Tim hat sich dem professionellen Angeln verschrieben und betreibt sein Hobby mit einer Leidenschaft, die ansteckt. Und genau das möchte er jetzt tun! Und so bietet er mit seinem Boot (vollgestopft mit Technik, von der ich als Laie so gut wie gar nichts verstehe) geführte Angeltouren an und gibt dabei seine Geheimnisse preis, um so richtig fette Zander aus der Ijssel zu holen. Tims Angebot richtet sich an Laien und Fortgeschrittene und er bietet dabei auch die Möglichkeit, Equipment bereit zu stellen. Wer Lust auf Angeln, Camping und Holland hat, sollte sich mal bei ihm melden!

Kontaktieren könnt Ihr ihn über seine Facebook-Page oder per eMail. Fragt ihn einfach, was Ihr wissen wollt!

Mein neues Blogprojekt zum Thema Wietpas

Nachdem die Beiträge über den Wietpas-Wahnsinn in den Niederlanden extrem gut angekommen sind, ich eine menge positives Feedback bekommen habe und über Google viel Traffic rüber kam, habe ich beschlossen, ein eigenes Blog zum Thema zu erstellen. Ich versuche Euch hier über die neusten Entwicklungen in der niederländischen Drogenpolitik zu informieren.

Freuen würde ich mich auch über Gastautoren! Wer etwas zum Thema zu sagen hat, kann sich gerne an mich wenden und wir können über eine Zusammenarbeit reden!

Auch freue ich mich über generelles Feedback, über Kritik, Lob und über Blumen 😉

Nutzt auch die Kommentarfunktion in den einzelnen Beiträgen, sowie die Newsletterfunktion, so dass ihr immer alle neuen Beiträge direkt zugemailt bekommt!

Finden könnt ihr das Blog unter keinwietpas.wordpress.com

UPDATE: Ab jetzt ist das Blog auch unter den Domains keinwietpas.de und keinwietpas.nl zu erreichen!

Niederlande: Wietpas wurde eingeführt

„Dicht“ bleiben vorerst nur die Shops.

Anmerkung: Ab jetzt findet ihr meine Beiträge zum Thema Wietpas und Drogenpolitik der Niederlande auf einem Extra-Blog! Ihr findet es unter keinwietpas.wordpress.com. Nutzt dort doch die Abo-Funktion oder klickt auf der Facebook-Seite auf „Gefällt mir“. Aber natürlich würde ich mich auch freuen, wenn Ihr weiterhin auf mobos Welt vorbeischaut!

Hell freezes over! Ich habe bereits über die Einführung des sogenannten „Wietpas“ in einigen Provinzen der Niederlande ausführlich berichtet. Gestern war es dann soweit, und in die Coffeeshops von Limburg, Nordbrabant und Zeeland werden jetzt nur noch Wietpas-Inhaber eingelassen. Ist Maastricht fand eine Demonstration gegen die Einführung statt, zu der ich angereist war. Dummerweise kamen wir auf der Hinfahrt in einen längeren Stau, so dass wir den Protestmarsch verpasst haben. Am Rathaus selbst waren dann nur noch ein paar Protestier, so dass die Fahrt fast unnütz gewesen ist. Shit happens…

Zudem hat sich gezeigt, dass das ursprüngliche Vorhaben der Maastrichter Coffeeshops, den Wietpas zu boykottieren fehlgeschlagen ist. Einzig allein das „Easy Going“ in der Innenstadt hat nach anfänglichen Abweisungen doch noch Ausländer in den Shop gelassen. Und prompt wurde er von der Polizei geschlossen. Hartes Durchgreifen der Polizei! Aus Protest haben nun alle Coffeeshops in Maastricht sich solidarisiert und sind geschlossen. Der Plan ist, das ganze 2 Wochen durchzuziehen!

Wozu das führt, konnte ich am eigenen Leibe erfahren: Ich wurde von einem Strassendealer angesprochen. Herzlichen Glückwunsch, niederländische Regierung, mit Euren diskriminierenden Gesetz holt ihr Euch die Zustände der 70er zurück in Eure Städte. Doch der Kampf gegen den Irrsinn wurde noch nicht aufgegeben! „Easy Going“-Besitzer Marc Josemans, derzeit wohl der bekannteste Coffeeshop-Betreiber der Niederlande weigert sich, die Kundenlisten für den Wietpass an die Polizei herauszugeben. Er sieht darin (und das deckt sich mit meiner Meinung) einen eklatanten Verstoss gegen Datenschutzgesetze. Maastricht droht ihm mit der Schliessung des Ladens für einen Monat (so sieht es das neue Gesetz vor. bei einem weiteren Verstoss wären es 3 Monate, danach 6 und dann dauerhaft), er selbst will gegen die Regelung klagen.

  • Im Rahmen der Berichterstattung gestern kamen dann einige interessante Einzelgeschichten an die Öffentlichkeit: Ein gebürtiger Maastrichter, der seit einigen Jahren 150m (!!) hinter der Grenze lebt, hat keine Change, einen Wietpass zu bekommen.
  • Ein Schwerkranker Cannabispatient bekam auch nicht mit einem Rezept von seinem Arzt  (in den Niederlanden gibt es in bestimmten Fällen Cannabis auf Rezept) Zugang zum Coffeeshop, da er keinen Wietpass besaß
  • Viele Ausländer,darunter ein ranghoher Politier aus Mailand, haben bei der Niederländischen Polizei Strafanzeige wegen Diskriminierung gestellt. Die Niederländische Regierung liess bekannt geben, dass solche Anzeigen NICH behandelt werden.

Wie es weitergeht steht in den Sternen. Es wird sich zeigen, was die Klagen bringen. Es wird sich zeigen, was die Neuwahlen in den Niederlanden bringen werden. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

UPDATE: Es hat sich ein Fehler im Text eingeschlichen. Das Easy Going wurde nicht von der Polizei geschlossen. Es wird kurz geöffnet, Ausländer werden hereingelassen um eine Anzeige zu provozieren. Danach wird es wieder, wie alle Coffeeshops in Maastricht, geschlossen.  Seltsamerweise gab es aber noch keine offizielle Schliessung seitens der Stadt. Der Bürgermeister selbst ist übrigens momentan im Urlaub…

Die Schliessung ist von Nöten, damit Easy Going gegen die neue Regelung klagen kann. Maastricht und viele andere Städte in den 3 Provinzen werden momentan von Strassendealern überbevölkert. Das ist genau das, was die Coffeeshoppolitik verhindern wollte. Vielleicht rüttelt das die Politiker wieder wach… Es bleibt weiterhin sehr spannend!

Offener Brief an die Königin der Niederlande (Übersetzung)

Bild unter Creative Commons Lizenz, Urheber: Emiel Ketelaar

Anmerkung: Ab jetzt findet ihr meine Beiträge zum Thema Wietpas und Drogenpolitik der Niederlande auf einem Extra-Blog! Ihr findet es unter keinwietpas.wordpress.com. Nutzt dort doch die Abo-Funktion oder klickt auf der Facebook-Seite auf „Gefällt mir“. Aber natürlich würde ich mich auch freuen, wenn Ihr weiterhin auf mobos Welt vorbeischaut!

Gestern habe ich über die nahende Einführung des „Wietpas“ für die niederländischen Coffeeshops berichtet. Auch wenn das Ganze eine beschlossene Sache zu sein scheint, hört der Widerstand nicht auf. Die Konsumentenvereinigung „WeSmoke“ hat nun einen offenen Brief an die Königin der Niederlande geschrieben, den ich für Euch mit Hilfe von GoogleTranslate, niederländischen Bekannten und gesundem Menschenverstand übersetzt habe. Natürlich erhebe ich keinerlei Anspruch auf eine 100% korrekte Übersetzung, aber es dürfte schon so hinkommen 😉 Den Originaltext könnt ihr hier einsehen.

An Eure königliche Hoheit der Niederlanden,

Als freier Niederländer habe ich alle Teile dieser Erde besuchen können. Dadurch kam ich zu der Erkenntnis, dass unser Land zu der Weltspitze in Bezug auf die Lebensqualität gehört. Darauf ist jeder Niederländer natürlich stolz.
Die Toleranz in unserer multikulturellen Gesellschaft ist ein gutes Beispiel dafür. Individuelle Freiheit bei Entscheidungen ebenfalls. Das macht unser Land einzigartig! Leider scheint sich das zu ändern. Im gegenwärtigen politischen Klima wurden Veränderungen entschieden, die unsere Verfassung ernsthaft gefährden.

Dies sollte in einer Demokratie wie die Unsere nicht passieren. Durch die Pläne des derzeitigen Kabinetts sind mehr als 1 Millionen Bürgerinnen und Bürger vor einer Benachteiligung bedroht und sie werden zu Kriminellen degradiert.
Außerdem verlieren wir das Bild eines traditionell gastfreundliches Land und als ein freundliches Volk. Als Vorbild für alle Länder der Welt sollten wir stolz sein auf unsere Politik der Toleranz gegenüber Cannabis. Dies war einst eine mutige und kluge Entscheidung für die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Niederländer.
Es wurde letztendlich ein Ort geschaffen, wo harte Drogen und Cannabis getrennt wurden. Dies führte zu weniger Strassenkriminalität und deutlich weniger Drogenkonsum.
Die repressive Politik unserer Cannabispolitik scheint eine Hexenjagd zu sein.
Einerseits werden Ausländer mit den bevorstehenden Änderungen diskriminiert, indem der Schengen-Vertrag praktisch direkt in den Mülleimer geworfen wird.
Ebenfalls darf der Image-Verlust unseres Landes nicht unterschätzt werden. Das Land, das als Synonym für Freiheit weltweit ein Vorbild ist.
Der freie Zugang zu den holländischen Coffeeshops ist ein Teil davon.
Die Einführung der extrem restriktiven Maßnahmen wird die die sozialen Funktionen unserer toleranten Gesellschaft völlig untergraben.
Die Änderungen sind ein Rückschritt in der Zeit. Hunderttausende Bürger können bald nur noch auf illegale Weise Cannabis erhalten, mit allen bekannten Konsequenzen. Das ist völlig inakzeptabel für die Sicherheit und das Wohlergehen aller Niederländer.
Nie zuvor hatte ich soviel Sorgen bei den Gedanken was die Niederlande erwartet. Die Folgen sind schwer abzusehen.
Ich schreibe Ihnen dieses Brief als letzten Versuch und mit größter Hoffnung, dass Sie sich um uns kümmern wollen.

Im Namen aller Cannabisliebhaber und besorgten Bürger unseres Landes.

In Erwartung einer Reaktion Ihrerseits

Mit großen Respekt und herzlichsten Grüßen,

Will van Looy
(Vorsitzender von WeSmoke, dem Bund der Cannabiskonsumenten)

Hier werden keine Juden bedient – die neue Drogenpolitik der Niederlande

Anmerkung: Ab jetzt findet ihr meine Beiträge zum Thema Wietpas und Drogenpolitik der Niederlande auf einem Extra-Blog! Ihr findet es unter keinwietpas.wordpress.com. Nutzt dort doch die Abo-Funktion oder klickt auf der Facebook-Seite auf „Gefällt mir“. Aber natürlich würde ich mich auch freuen, wenn Ihr weiterhin auf mobos Welt vorbeischaut!

Entschuldigt bitte den reißerischen Titel. Doch wenn man sich die Entwicklungen in unserem einst so liberalem Nachbarland anschaut, muss man zwangsläufig an die Diskriminierungen der Nazis denken. Ich habe bereits im Mai 2011 über die mögliche Einführung des sogenannten „Wietpas“, also eine Zugangsberechtigung für Coffeeshops, gebloggt. Dies war im letzten Jahr einer der am häufigsten über Google aufgerufenen Artikel auf mobos-welt.de und ist es bis heute noch. Die Befürchtung, dass für Ausländer bald Schluss mit Coffeeshop-Besuchen sei wurde damals jedoch nach kurzer Zeit entkräftigt: Die Regelung, die entgegen vieler Zeitungsberichte noch kein beschlossenes Gesetz war, wurde erstmal auf 2015 verschoben.

Doch jetzt hat die rechtsliberalen Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) sich scheinbar doch durchgesetzt: So soll der „Wietpas“ in den niederländischen Provinzen Limburg, Nordbrabant und Zeeland bereits ab 01. Mai 2012 eingeführt werden, in den restlichen Landesteilen ab 2013. Im Einzelnen wird das heißen: Zugang zu den Coffeeshops bekommt man nur noch mit dem „Wietpas“. Diesen bekommt man nur, wenn man seinen Wohnsitz in den Niederlanden hat. Meiner Meinung nach verstößt das gegen das Diskriminierungsverbot, der europäische Gerichtshof sieht das aber anders, da Cannabis illegal ist, und somit das Gesetz nicht greife. Die Anzahl der Mitglieder sei auf 2000 begrenzt. Und da die wenigsten Kiffer jeden Tag zum Shoppen kommen, wäre das auch ein ganz großer finanzieller Einschnitt für die Betreiber, mal ganz abgesehen von den fehlenden Ausländern, die gerade in den Grenzregionen einen Hauptteil der Umsätze generieren.

Aber nicht nur die Ausländer werden mit dem neuen System diskriminiert, sondern auch die Niederländischen Kiffer. Der Wietpas ist elektronisch vernetzt. Damit soll verhindert werden, dass man ihn an verschiedenen Coffeeshops beantragen kann und somit die Tageshöchstmenge von 5 Gramm überschreiten kann. Und somit hätte die Regierung der Niederlande eine zentrale Konsumenten-Datei. Ein Datenschutz-MegaGAU. George Orwell lässt grüßen.

Auch sollte nicht vergessen werden, dass die neue Regelung einen sprunghaften Anstieg der Strassenkriminalität bedeuten würde. Denn die „Drogentouristen“ würden weiterhin kommen und eben illegal kaufen. Genauso wie die Niederländer, die sich eben nicht auf eine Konsumentenliste setzen lassen wollen.

Doch es regt sich Widerstand! So findet am 20.04 in Amsterdam ein internationales Smoke-Out statt, um gegen die Regelung zu demonstrieren. Mehrere Gemeinden der Niederlande haben bereits erklärt, dass sie den Wietpas boykottieren werden, darunter Amsterdam, Haarlem und Maastricht. Der Verband der Coffeeshops hat Klage in Den Haag eingereicht. Der Bürgermeister von Breda hat klargestellt, dass für die Kontrolle des Wietpasses keine Polizisten bereitgestellt werden können. Aus Personalmangel natürlich. Man wolle sich mehr auf Taschendiebstahl und andere wirkliche Verbrechen konzentrieren.

Und man kann hoffen, dass der Rechtsruck, den die Niederlande durch die Wahl 2010 gemacht hat im Jahre 2014 wieder korrigiert wird und sich die Bürger wieder auf ihre sprichwörtliche Liberalität besinnen. Die Situation bleibt spannend und es ist noch alles offen!

Enttäuschend finde ich übrigens die Berichterstattung der deutschen Medien über die Thematik. Liesst man sich die Beiträge zu der Thematik durch, stellt man sehr schnell fest, dass sämtliche Informationen einzig und allein aus einer dpa-Pressemitteilung stammen. Keinerlei eigene Recherche. Keine Interviews mit niederländischen Politikern, Bürgern oder Coffeshop-Mitarbeitern. Stattdessen immer wieder dieselben Geschichten vom Venloer „Drogenpfad“ mit den pöbelnden, in die Vorgärten pinkelnden Drogentouristen. (Wenn das der Grund für die Regelung ist, dann sollten dringend auch Fussballspiele verboten werden…) Selbst ich konnte mit Hilfe von GoogleTranslate und diversen niederländischen Nachrichtenseiten mehr Informationen herausfinden als ausgebildete Journalisten. Traurige deutsche Presselandschaft!

Zuletzt möchte ich noch auf die Bestrebungen der Niederländischen Konsumentenvereinigung „WeSmoke“ hinweisen: Sie fordern, dass die Coffeeshops ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen werden sollen.

Links zum Informieren:
http://www.coffeeshopnieuws.nl/
http://www.wesmoke.nl/

Nachtrag: Da ich bereits drauf angesprochen wurde, möchte ich nochmals explizit klarstellen, dass ich mit der Wahl des provokanten Titels dieses Blogposts weder das Niederländische Volk, noch die Niederlande beleidigen will. Er bezieht sich lediglich auf den Kurs der aktuellen Niederländischen Regierung. Das Niederländische Volk steht bei mir auch weiterhin für Offenheit und Toleranz. Ich bin der festen Überzeugung, dass dies auch die nächste Wahl unterstreichen wird! Auch wollte ich keinesfalls die Opfer des NS-Regimes beleidigen. Trotzdem sehe ich Parallelen, wenn eine bestimmte, definierte Bevölkerungsgruppe (NS: Schwule, Juden etc., Niederlande: Der Rest der Welt) auf irgendeine Art und Weise diskriminiert wird.

Update:
Am heutigen Freitag, dem 27.04 hat das Gericht in Den Haag den Wietpas bestätigt. Es bleibt also bei der Einführung am 01.05 in den drei genannten Provinzen. Es bleibt also spannend.

Die Niederlande verbieten Ausländern den Zugang zu Coffeeshops

Es war einmal ein kleines liberales Königreich, in dem ein paar kluge Politiker ein paar kluge Entscheidungen getroffen haben: Ganz im Gegensatz zu den bösen Nachbarstaaten wollten sie in ihrem Land nicht einen großen Teil ihrer Bevölkerung kriminalisieren und einen beträchtlichen Anteil ihres Polizeibudgets für die Strafverfolgung eben dieser kriminalisierten Menschen verschwenden. Nein, sie wussten dass es wesentlich Wichtigeres gab als die Verfolgung und Stigmatisierung von Konsumenten harmloser, psychoaktiven Pflanzen. Sie schufen deshalb einen weltweit einmaligen Modellversuch zum legalen und kontrollierten Handel und Konsum von Cannabis. Das Coffeeshopsystem war geboren.
Andere Staaten, vor allem die direkten Nachbarn, kritisierten diesen Schritt allzu oft. Doch dadurch ließ sich das kleine Königreich nicht beirren, denn das Experiment war erfolgreich: Die Justiz konnte sich auf wichtigere Dinge konzentrieren, es gab zusätzliche Steuereinnahmen und das medizinisch ausgebildete Personal konnte sich bei Problemen vor Ort direkt um die Konsumenten kümmern. Natürlich gab es auch Kritiker denen das Ganze ein Dorn im Auge war. Sie sahen ihr kleines Land überschwemmt von pöbelnden Drogentouristen und hatten Angst um ihre Kinder. Doch der überwiegende Teil der Bevölkerung stand hinter der modernen und liberalen Politik. Und der Erfolg gab ihnen Recht.
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