Klare Worte

Dazu muss man nichts sagen. Gesehen in Hamburg.

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Musiktipp: Madonna – MDNA

I´m a Sinner. I like it that way!

Als vor einigen Wochen das erste Mal die aktuelle Madonna-Single „Give me all your luvin´“ als Appetizer für „MDNA“ vorgestellt wurde, war ich sehr gespannt auf das Album. Und dies aus 2 Gründen: Zum Einem mag ich die Musik von Madonna sehr. Zum Anderen aufgrund der Tatsache, dass mir das letzte Studioalbum „Hard Candy“ nicht so wirklich gefallen hat, weil ich auf den typischen Timbaland-Sound nicht so wirklich klar kam (er aber die ganzen David Guetta – Fans sehr wohl angesprochen hat, was der kommerzielle Erfolg gezeigt hat) und ich gespannt war, wie sich ihre Musik weiter entwickelt. Fr. Ciccone hat uns aber schon des öfteren überrascht! Und hört man sich „Give me all your luvin´“ einmal an, klingt es doch wie eine Mischung aus dem Sound von „Hard Candy“ und dem vom Vorgänger „Confessions on a Dance floor“, welchen ich phänomenal finde. Wie der Sound vom neuen Album ist war also komplett offen. Ein ziemlich cleverer Schachzug also, denn so werden Fans BEIDER Alben heiss gemacht. Madonna ist halt durch und durch Geschäftsfrau. Doch hier soll es um die Musik von Madonna gehen und nicht um den Geschäftssinn…

Nun ist MDNA raus und ich habe es mittlerweile das eine oder andere Mal gehört. Es gefällt mir! Der Opener „Girl gone wild“ hat mich etwas enttäuscht, denn er klang meiner Meinung nach zu sehr nach „Hard Candy“, doch was dann folgt hat mein Musikalisches Herz wieder höher schlagen lassen: „Gang Bang“ ist kompromisslose, harte (!!) elektronische Musik und hat sich vom ersten Hören in meine immer noch vom Tinnitus geplagten Ohren festgesetzt. Großartiges Stück Musik! Ähnlich genial kommt dann gleich der nächste Krache „I´m Addicted“ rüber! Alleine diese beiden Songs sind der Kauf des Albums wert! Die darauf folgenden Songs lassen einmal mehr  etwas von Madonnas musikalischer Spannweite spüren: Songs die an die Madonna der 80er und 90er erinnern, eine tolle Ballade („Fallin free“) und rockigere Nummern. MDNA ist also wesentlich weniger ein Konzeptalbum als die letzten beiden. Ich würde mal behaupten, dass hier fast jeder einen Track findet, der ihm gefällt. Und da sie dünn gesät sind, lassen sich auch die Hard Candy ähnelnden Tracks aushalten.

Madonna gehört also definitiv noch nicht zum alten Eisen. Wer sich gerne mal zwischendurch von unkomplizierter Pop-Musik beschallen lässt, kann hier bedenkenlos zuschlagen!

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Musiktipp: Northern Lite – I Like

Leute mit Geschmack mussten dieses Jahr zweimal besonders lange warten: Aufs neue iPhone und auf das neue Album von Northern Lite. Das iPhone 4S steht seit dem 14.Oktober in den Regalen (sofern es mal nicht vergriffen ist) und die neue Northern Lite – Platte seit heute. Auch ich war überglücklich, als der Paketmann mir das Päckchen schon gestern mit der Vinyl und der CD in die Hand gedrückt hat.  Und auch wenn uns Herr Kubat und Co. Regelmässig mit Appetithäppchen wie Gratis-Songs, Musikvideos und Snippets versorgt haben, wurde die Wartezeit doch echt langsam unerträglich. Doch endlich ist es soweit und wir können das Wiedergabegerät unserer Wahl starten. Bei mir war es als allererstes natürlich mein Plattenspieler.

Natürlich fällt es mir als langjähriger Fan naturgemäß etwas schwer das Ganze etwas neutral zu beurteilen. Doch ich kann mir einfach gar nicht vorstellen, wie man dieses geniale Machwerk nicht lieben kann! Der Tenor ist diesmal extrem elektronisch, die Gitarren treten wesentlich mehr in den Hintergrund. Rockige Nummern wie „Letters & Signs“ oder „Girl with a gun“ fehlen dieses Mal komplett. Trotzdem fehlt dem Hörer auf der Scheibe nichts. Northern Lite haben noch nie das gemacht, was man erwartet hat  und genau das macht sie so innovativ.

Los geht’s mit der ersten Single „Black day“. Sie gibt einen perfekten Ausblick auf das, was danach folgt: Andreas´ unverwechselbare Stimme, chillige aber treibende Beats und eine dezente Gitarre. So hört sich Northern Lite Ende 2011 an!

Es folgen weitere Highlights, mal groovy (We are), mal chillig (Running), mal die etwas härtere Gangart (I Like), immer Tanzbar und vor allem: Typisch Northern Lite!

Ich kann es kaum erwarten, die neuen Songs auch mal Live zu hören!

Meine Absolute Empfehlung! Der Alumnate ist Programm!

Übrigens: Auf iTunes befinden sich noch zwei Bonus-Tracks und das Album kostet dort nur 7,99€ !

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Musiktipp: Kasabian – Velociraptor!

Das letzte Album von Kasabian, West Ryder Pauper Lunatic Asylum,  fand ich ganz gelungen und die Single „Fire“ hat mir besonders gut gefallen. Dies hat dafür geführt, dass die Platte des öfteren mal in meine Playlist gerutscht ist, ohne dass ich  ihr  eine allzu große Beachtung geschenkt habe. Dies hat sich mit Velociraptor! schlagartig geändert. Eher zufällig habe ich mitbekommen, dass die vier Briten rund um Sänger Tom Meighan was Neues released haben. Da ich den Vorgänger wie gesagt ganz passabel fand, dachte ich mir mal, dass ich den Jungs eine Change gebe.

Eine gute Entscheidung! Velociraptor! ist eine musikalische Offenbarung! Eine perfekte Mischung aus Psychedelisch angehauchten Rock, einigen elektronischen Elementen, wohldosierter Orchesterunterstützung und einer Menge musikalischer Zitate. SO macht man heutzutage gute Musik!  Egal welche Band Du magst, du wirst sie in der Scheibe zitiert hören! Wahnsinn!

Kauft sie euch, ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr es bereuen werdet!

Anspieltipp: ALLES!

Und jetzt lasst mich in Ruhe. Ich muss die Repeat-Taste drücken.

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Plattenkritik: White Lies – Ritual

White Lies sind zurück. Die Britische Alternative-Rockband rund um Sänger Harry McVeigh legten mit dem 2009 erschienenen Album To Lose My Life und der gleichnamigen Single ein brillantes (und erfolgreiches) Debüt hin. Heute wurde das zweite Album veröffentlicht: Ritual.

Die erste Singleauskopplung Bigger than us läuft ja bereits seit Wochen in der Rotation und belegt eindrucksvoll, dass die Londoner keine One-Hit-Wonders sind. Das Album knüpft nahtlos an den Vorgänger an und doch ist eine Weiterentwicklung deutlich zu hören. Man vernimmt einen verstärkten Einsatz elektronischer Einflüsse, der ausgezeichnet mit der prägnanten Stimme McVeighs harmoniert. Aber auch Experimente mit Streichinstrumenten (Anspieltipp: Strangers) lassen ein deutliches musikalisches Reifen verkünden. Das Album gefällt auf Anhieb und doch haben viele Tracks Grower-Qualitäten, die dafür sorgen werden, dass die knapp 49 Minuten sehr oft meinen Alltag beschallen werden. Definitiv ein Kandidat für die 2011er Top Ten!

Mein aktueller Lieblingstrack: The Power & The Glory

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