Mein neues Blogprojekt zum Thema Wietpas

Nachdem die Beiträge über den Wietpas-Wahnsinn in den Niederlanden extrem gut angekommen sind, ich eine menge positives Feedback bekommen habe und über Google viel Traffic rüber kam, habe ich beschlossen, ein eigenes Blog zum Thema zu erstellen. Ich versuche Euch hier über die neusten Entwicklungen in der niederländischen Drogenpolitik zu informieren.

Freuen würde ich mich auch über Gastautoren! Wer etwas zum Thema zu sagen hat, kann sich gerne an mich wenden und wir können über eine Zusammenarbeit reden!

Auch freue ich mich über generelles Feedback, über Kritik, Lob und über Blumen 😉

Nutzt auch die Kommentarfunktion in den einzelnen Beiträgen, sowie die Newsletterfunktion, so dass ihr immer alle neuen Beiträge direkt zugemailt bekommt!

Finden könnt ihr das Blog unter keinwietpas.wordpress.com

UPDATE: Ab jetzt ist das Blog auch unter den Domains keinwietpas.de und keinwietpas.nl zu erreichen!

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Niederlande: Wietpas wurde eingeführt

„Dicht“ bleiben vorerst nur die Shops.

Anmerkung: Ab jetzt findet ihr meine Beiträge zum Thema Wietpas und Drogenpolitik der Niederlande auf einem Extra-Blog! Ihr findet es unter keinwietpas.wordpress.com. Nutzt dort doch die Abo-Funktion oder klickt auf der Facebook-Seite auf „Gefällt mir“. Aber natürlich würde ich mich auch freuen, wenn Ihr weiterhin auf mobos Welt vorbeischaut!

Hell freezes over! Ich habe bereits über die Einführung des sogenannten „Wietpas“ in einigen Provinzen der Niederlande ausführlich berichtet. Gestern war es dann soweit, und in die Coffeeshops von Limburg, Nordbrabant und Zeeland werden jetzt nur noch Wietpas-Inhaber eingelassen. Ist Maastricht fand eine Demonstration gegen die Einführung statt, zu der ich angereist war. Dummerweise kamen wir auf der Hinfahrt in einen längeren Stau, so dass wir den Protestmarsch verpasst haben. Am Rathaus selbst waren dann nur noch ein paar Protestier, so dass die Fahrt fast unnütz gewesen ist. Shit happens…

Zudem hat sich gezeigt, dass das ursprüngliche Vorhaben der Maastrichter Coffeeshops, den Wietpas zu boykottieren fehlgeschlagen ist. Einzig allein das „Easy Going“ in der Innenstadt hat nach anfänglichen Abweisungen doch noch Ausländer in den Shop gelassen. Und prompt wurde er von der Polizei geschlossen. Hartes Durchgreifen der Polizei! Aus Protest haben nun alle Coffeeshops in Maastricht sich solidarisiert und sind geschlossen. Der Plan ist, das ganze 2 Wochen durchzuziehen!

Wozu das führt, konnte ich am eigenen Leibe erfahren: Ich wurde von einem Strassendealer angesprochen. Herzlichen Glückwunsch, niederländische Regierung, mit Euren diskriminierenden Gesetz holt ihr Euch die Zustände der 70er zurück in Eure Städte. Doch der Kampf gegen den Irrsinn wurde noch nicht aufgegeben! „Easy Going“-Besitzer Marc Josemans, derzeit wohl der bekannteste Coffeeshop-Betreiber der Niederlande weigert sich, die Kundenlisten für den Wietpass an die Polizei herauszugeben. Er sieht darin (und das deckt sich mit meiner Meinung) einen eklatanten Verstoss gegen Datenschutzgesetze. Maastricht droht ihm mit der Schliessung des Ladens für einen Monat (so sieht es das neue Gesetz vor. bei einem weiteren Verstoss wären es 3 Monate, danach 6 und dann dauerhaft), er selbst will gegen die Regelung klagen.

  • Im Rahmen der Berichterstattung gestern kamen dann einige interessante Einzelgeschichten an die Öffentlichkeit: Ein gebürtiger Maastrichter, der seit einigen Jahren 150m (!!) hinter der Grenze lebt, hat keine Change, einen Wietpass zu bekommen.
  • Ein Schwerkranker Cannabispatient bekam auch nicht mit einem Rezept von seinem Arzt  (in den Niederlanden gibt es in bestimmten Fällen Cannabis auf Rezept) Zugang zum Coffeeshop, da er keinen Wietpass besaß
  • Viele Ausländer,darunter ein ranghoher Politier aus Mailand, haben bei der Niederländischen Polizei Strafanzeige wegen Diskriminierung gestellt. Die Niederländische Regierung liess bekannt geben, dass solche Anzeigen NICH behandelt werden.

Wie es weitergeht steht in den Sternen. Es wird sich zeigen, was die Klagen bringen. Es wird sich zeigen, was die Neuwahlen in den Niederlanden bringen werden. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

UPDATE: Es hat sich ein Fehler im Text eingeschlichen. Das Easy Going wurde nicht von der Polizei geschlossen. Es wird kurz geöffnet, Ausländer werden hereingelassen um eine Anzeige zu provozieren. Danach wird es wieder, wie alle Coffeeshops in Maastricht, geschlossen.  Seltsamerweise gab es aber noch keine offizielle Schliessung seitens der Stadt. Der Bürgermeister selbst ist übrigens momentan im Urlaub…

Die Schliessung ist von Nöten, damit Easy Going gegen die neue Regelung klagen kann. Maastricht und viele andere Städte in den 3 Provinzen werden momentan von Strassendealern überbevölkert. Das ist genau das, was die Coffeeshoppolitik verhindern wollte. Vielleicht rüttelt das die Politiker wieder wach… Es bleibt weiterhin sehr spannend!

Gastbeitrag: Buchkritik zu „Deutschland umsonst reloaded“

Treue Leser erinnern sich bestimmt noch an meine Verlosung vom Januar, wo ich das Buch „Deutschland umsonst reloaded“ von Harald Braun inklusive persönlicher Widmung verlost habe. Ich habe den Gewinner Lukas gebeten, doch mal eine Rezession zu schreiben, was er freundlicherweise getan hat. Und somit präsentiere ich Euch den ersten Gastbeitrag auf mobos Welt. Lukas (twittername jezaja) hat dann gleichzeitig auch noch die Ehre, den 100. Blogpost zu verfassen! An dieser Stelle möchte ich allen Lesern für ihre Aufmerksamkeit danken! Und hier seine Rezension:

„Hey, du hast gewonnen! Herzlichen Glückwunsch!“

Beinahe wäre diese Email zwischen den anderen „Hey, du hast gewonnen! herzlichen Glückwunsch!“-Emails untergegangen und eigentlich hätte ich auch beinahe wieder vergessen, dass ich auf mobos Blog an einem Gewinnspiel teilgenommen hatte.

Ein Glückstreffer also.

Wenige Tage zuvor hatte ich „Deutschland umsonst reloaded“ schon einmal in der Hand gehalten. Weil das elendig lange Warten auf meinen Bummelzug zu einer echten Herausforderung werden kann, habe ich es mir angewöhnt, ca. eine 3/4 Stunde in der Bahnhofsbuchhandlung zu verbringen. Wahrscheinlich würde ich arm werden, wenn der Springer Verlag gegen mich nun eine Klage einreichen würde, weil ich gefühlt die Hälfte seiner Zeitschriften regelmäßig lese…völlig umsonst.

Und genau deshalb hat mich auch das Buch interessiert oder besser gesagt die Idee dahinter.

Irgendwann in den 80er Jahren schrieb Michael Holzach mit „Deutschland umsonst“ von dem Versuch völlig ohne Geld und nur angewiesen auf die Gastfreundschaft der deutschen Bevölkerung einmal quer durch die Bundesrepublik zu wandern. Harald Braun hat es nun auch nachgemacht, aber ganz zeitgemäß „natürlich“ facebook genutzt, um sich und seinem Hund einen Schlafplatz für die Nacht zu besorgen.

Und so schnorrt sich Harald Braun bewaffnet mit iPhone und Hund (und mit dem Bewusstsein, dass es jederzeit eine Rückkehr in die Zivilisation gibt) quer durch Deutschland.

In kleinen Episoden werden, besondere Ereignisse am Wegesrand erzählt – die Bäckerin die erst griesgrämig eine Abfuhr erteilt und dann später doch ein paar Brötchen rausrückt, das Paar, das mit Harald Braun bis tief in die Nacht durchzecht und von seinen Träumen erzählt, die Freundin einer Freundin die eine Freundin hat und ihre Wohnung gerne zur Verfügung stellt, aber eigentlich gerade gar nicht im Land ist. Vertrauensbeweise von wildfremden Menschen, die ich ziemlich beeindruckend fand.

Ein trauriger Höhepunkt, auf den auch noch 20 Seiten später geradezu gehässig angespielt wird, ist die zugegebenermaßen wirklich unfreundliche Verweigerung einer Schlafstätte an einer Klostertür.

„Deutschland umsonst reloaded“ ist ein schwieriges Konzept, wenn man bedenkt, dass es für einen echten Tingelbruder doch noch einen Tacken schwieriger ist, sich ein Brötchen oder ein kühles Getränk zu erbitten. Umso unverständlicher ist es für mich warum ausgerechnet bei der „Klosterepisode“ so penetrantisch rumgemäkelt wird. Warum kein „Dann ist das jetzt halt so“ ?

Stattdessen wird sowohl per Facebook, als auch auf der offiziellen Website nachgetreten, und per Mail einige Zeilen produziert, die meiner Meinung nach für alle Beteiligten doch eher peinlich sind.

Fazit

Deutschland umsonst ja – reloaded nein. Eher Deutschland umsonst 2.0. Der Buchtitel an sich ist deshalb recht irreführend, weil es eben nicht die gleichen Vorraussetzungen wie beim Original sind sondern eher an ein Wanderprojekt mit erheblichen  Couchsurfinganteil erinnert.

Quo vadis, Europa?

Bildquelle: NASA, Public Domain.

Mit Besorgnis stelle ich momentan fest, dass die Idee vom vereinten Europa mehr und mehr gefährdet ist. Die Bemühungen der letzten Jahre, unseren Kontinent als ein Ganzes zu vereinen bröckeln mehr und mehr auseinander.

Da wird schamlos gegen Griechenland gehetzt (allen voran die Springer-Presse), da werden mittlerweile fast schon routiniert Verstöße gegen das Schengen-Abkommen gemacht, indem z.B. Grenzkontrollen wieder eingeführt werden. Über das diskriminierende Verhalten der Niederländer gegenüber Ausländern habe ich die letzten Tage ja bereits berichtet. Die fast schon sprichwörtliche Deutsch-Französische Freundschaft nimmt durch den Wahlkampf in Frankreich schweren Schaden, unabhängig vom Ergebnis. Der Euro, der trotz allen Schwierigkeiten, die eine Gemeinschaftswährung mit sich bringt, für Gemeinsamkeit und Zusammenhalt in Europa steht, ist in ernsthafter Gefahr. Die Liste liesse sich endlos weiter führen.

Ich, der ich mich eher als Europäer, noch lieber als Weltbürger sehe, und am liebsten die verkrusteten Staatsgrenzen komplett abschaffen würde, beobachte das alles mit großer Sorge. Nur gemeinsam können wir die wirklichen Probleme der Welt (Klimawandel, steigender Energiebedarf, Kriege, Hungersnöte und Justin Bieber) angehen, da ist eine Rückkehr in das alte Nationaldenken ein riesiger Rückschritt.

Es wird Zeit, dass wir uns wieder auf Gemeinsamkeit besinnen. Ich möchte nicht auf die schönen internationalen Momente in meinem Leben verzichten: Das Anstoßen der Maß Bier auf dem Münchener Oktoberfest mit dem lustigen Italiener. Das Weiterreichen des Joints an den netten Australier im Amsterdamer Coffeeshop, die niemals endende Party mit den trinkfesten Schotten auf Ibiza. Bei der Beurteilung eines Menschen sollten Kriterien wie Herkunft, Hautfarbe und Religion absolut keine Rolle spielen.

Wir sind ein Volk.

Wir sind ein Europa

Wir sind eine Welt.

Lasst uns das nicht vergessen!

Übrigens: ICH sehe auf dem Foto von der ISS KEINE Grenzen. Ihr?

Hier werden keine Juden bedient – die neue Drogenpolitik der Niederlande

Anmerkung: Ab jetzt findet ihr meine Beiträge zum Thema Wietpas und Drogenpolitik der Niederlande auf einem Extra-Blog! Ihr findet es unter keinwietpas.wordpress.com. Nutzt dort doch die Abo-Funktion oder klickt auf der Facebook-Seite auf „Gefällt mir“. Aber natürlich würde ich mich auch freuen, wenn Ihr weiterhin auf mobos Welt vorbeischaut!

Entschuldigt bitte den reißerischen Titel. Doch wenn man sich die Entwicklungen in unserem einst so liberalem Nachbarland anschaut, muss man zwangsläufig an die Diskriminierungen der Nazis denken. Ich habe bereits im Mai 2011 über die mögliche Einführung des sogenannten „Wietpas“, also eine Zugangsberechtigung für Coffeeshops, gebloggt. Dies war im letzten Jahr einer der am häufigsten über Google aufgerufenen Artikel auf mobos-welt.de und ist es bis heute noch. Die Befürchtung, dass für Ausländer bald Schluss mit Coffeeshop-Besuchen sei wurde damals jedoch nach kurzer Zeit entkräftigt: Die Regelung, die entgegen vieler Zeitungsberichte noch kein beschlossenes Gesetz war, wurde erstmal auf 2015 verschoben.

Doch jetzt hat die rechtsliberalen Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) sich scheinbar doch durchgesetzt: So soll der „Wietpas“ in den niederländischen Provinzen Limburg, Nordbrabant und Zeeland bereits ab 01. Mai 2012 eingeführt werden, in den restlichen Landesteilen ab 2013. Im Einzelnen wird das heißen: Zugang zu den Coffeeshops bekommt man nur noch mit dem „Wietpas“. Diesen bekommt man nur, wenn man seinen Wohnsitz in den Niederlanden hat. Meiner Meinung nach verstößt das gegen das Diskriminierungsverbot, der europäische Gerichtshof sieht das aber anders, da Cannabis illegal ist, und somit das Gesetz nicht greife. Die Anzahl der Mitglieder sei auf 2000 begrenzt. Und da die wenigsten Kiffer jeden Tag zum Shoppen kommen, wäre das auch ein ganz großer finanzieller Einschnitt für die Betreiber, mal ganz abgesehen von den fehlenden Ausländern, die gerade in den Grenzregionen einen Hauptteil der Umsätze generieren.

Aber nicht nur die Ausländer werden mit dem neuen System diskriminiert, sondern auch die Niederländischen Kiffer. Der Wietpas ist elektronisch vernetzt. Damit soll verhindert werden, dass man ihn an verschiedenen Coffeeshops beantragen kann und somit die Tageshöchstmenge von 5 Gramm überschreiten kann. Und somit hätte die Regierung der Niederlande eine zentrale Konsumenten-Datei. Ein Datenschutz-MegaGAU. George Orwell lässt grüßen.

Auch sollte nicht vergessen werden, dass die neue Regelung einen sprunghaften Anstieg der Strassenkriminalität bedeuten würde. Denn die „Drogentouristen“ würden weiterhin kommen und eben illegal kaufen. Genauso wie die Niederländer, die sich eben nicht auf eine Konsumentenliste setzen lassen wollen.

Doch es regt sich Widerstand! So findet am 20.04 in Amsterdam ein internationales Smoke-Out statt, um gegen die Regelung zu demonstrieren. Mehrere Gemeinden der Niederlande haben bereits erklärt, dass sie den Wietpas boykottieren werden, darunter Amsterdam, Haarlem und Maastricht. Der Verband der Coffeeshops hat Klage in Den Haag eingereicht. Der Bürgermeister von Breda hat klargestellt, dass für die Kontrolle des Wietpasses keine Polizisten bereitgestellt werden können. Aus Personalmangel natürlich. Man wolle sich mehr auf Taschendiebstahl und andere wirkliche Verbrechen konzentrieren.

Und man kann hoffen, dass der Rechtsruck, den die Niederlande durch die Wahl 2010 gemacht hat im Jahre 2014 wieder korrigiert wird und sich die Bürger wieder auf ihre sprichwörtliche Liberalität besinnen. Die Situation bleibt spannend und es ist noch alles offen!

Enttäuschend finde ich übrigens die Berichterstattung der deutschen Medien über die Thematik. Liesst man sich die Beiträge zu der Thematik durch, stellt man sehr schnell fest, dass sämtliche Informationen einzig und allein aus einer dpa-Pressemitteilung stammen. Keinerlei eigene Recherche. Keine Interviews mit niederländischen Politikern, Bürgern oder Coffeshop-Mitarbeitern. Stattdessen immer wieder dieselben Geschichten vom Venloer „Drogenpfad“ mit den pöbelnden, in die Vorgärten pinkelnden Drogentouristen. (Wenn das der Grund für die Regelung ist, dann sollten dringend auch Fussballspiele verboten werden…) Selbst ich konnte mit Hilfe von GoogleTranslate und diversen niederländischen Nachrichtenseiten mehr Informationen herausfinden als ausgebildete Journalisten. Traurige deutsche Presselandschaft!

Zuletzt möchte ich noch auf die Bestrebungen der Niederländischen Konsumentenvereinigung „WeSmoke“ hinweisen: Sie fordern, dass die Coffeeshops ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen werden sollen.

Links zum Informieren:
http://www.coffeeshopnieuws.nl/
http://www.wesmoke.nl/

Nachtrag: Da ich bereits drauf angesprochen wurde, möchte ich nochmals explizit klarstellen, dass ich mit der Wahl des provokanten Titels dieses Blogposts weder das Niederländische Volk, noch die Niederlande beleidigen will. Er bezieht sich lediglich auf den Kurs der aktuellen Niederländischen Regierung. Das Niederländische Volk steht bei mir auch weiterhin für Offenheit und Toleranz. Ich bin der festen Überzeugung, dass dies auch die nächste Wahl unterstreichen wird! Auch wollte ich keinesfalls die Opfer des NS-Regimes beleidigen. Trotzdem sehe ich Parallelen, wenn eine bestimmte, definierte Bevölkerungsgruppe (NS: Schwule, Juden etc., Niederlande: Der Rest der Welt) auf irgendeine Art und Weise diskriminiert wird.

Update:
Am heutigen Freitag, dem 27.04 hat das Gericht in Den Haag den Wietpas bestätigt. Es bleibt also bei der Einführung am 01.05 in den drei genannten Provinzen. Es bleibt also spannend.

Podcast Testepisode

Hallo zusammen! Sorry für das Spammen, aber ich muss ein paar Einstellungen und Services testen um die Podcast-Verbreitung zu optimieren. Ihr findet hier keine reguläre Folge. Falls ihr trotzdem reinhört, dann könnt ihr Euch schon einmal von der Audioqualität meines neuen Mikrofons überzeugen. Ist auf jeden Fall schon eine merkbare Verbesserung und ich denke mit ein wenig Optimierung in der Raumakustig lässt es sich noch deutlich verbessern.. Ihr dürft gespannt sein!

mwdpTest Direktlink

Ich bin umgestiegen auf AAC-Audio. Es bietet mehr Möglichkeiten als mp3. Ich bitte um Feedback, falls jemand Probleme mit dem Format hat. Das iPhone zumindest kann mit umgehen 😉

Nasendusche

Ein heikles Thema. Leute, die noch nie eine Nasendusche gemacht haben, zeigen einen gewissen Ekel davor. Die Vorstellung, eine Flüssigkeit in ein Nasenloch hineinlaufen und es aus dem anderen wieder herauslaufen zu lassen schreckt wohl die meisten davon ab, das Ganze mal auszuprobieren. Und selbst wenn sie es dann doch mal tun, wird es in der Regel ohne Anweisungen eines „Fachmannes“ getan, was zwangsläufig dazu führt, dass man es falsch anstellt und es tatsächlich auch eklig wird.

Trotzdem kann ich jedem nur dazu raten, das Ritual des Naseduschens in sein Leben einzuführen! In vielen Kulturkreisen gehört die tägliche Nasenhygiene dazu wie das Händewaschen und Zähneputzen. Und es hat so viele Vorteile, dies ihnen gleich zu tun!

Auch ich habe mich jahrelang davor gedrückt, das ganze einmal auszuprobieren, obwohl ich schon desöfteres gehört/gelesen habe, dass Nasenduschen gerade während einer Erkältung die beste Medizin ist, aber es auch in gesunden Zeiten eine deutliche Steigerung der Lebensqualität bedeutet!

Um meinen ehemaligen Hausarzt (R.I.P. Dr Kallenbach) zu zitieren:

„Würde jeder regelmässig eine Nasendusche benutzen, bräuchte man keine HNO-Ärzte mehr“

Das mag zwar etwas übertrieben gewesen sein, ist im Kern jedoch wahr.

Ich selbst bin nun seit einigen Jahren starker Verfechter der Nasendusche. Angefangen habe ich während einer Erkältung. Ich habe mir gedacht: „Diesmal probierst Du es mal aus“. Ich bin dann in eine Apotheke marschiert, habe mir eine Nasendusche nebst Salz von der Firma „Emser“ gekauft und habe es zuhause ausprobiert. Lauwarmes Wasser eingefüllt, Salz gelöst (es sind Einmal-Portiönchen, abgestimmt auf die Wassermenge. Man erstellt eine Isotonische Lösung, also eine Salzlösung, deren Salzgehalt dem des menschlichen Körpers entspricht. Dies führt dazu, dass es nicht als unangenehm empfunden wird. Bei zu viel oder zu wenig Salz ist es nämlich sehr unangenehm!) und ab ins Nasenloch damit!

Dies hat sofort dazu geführt, dass ich miot dem Würgen angefangen habe, da das Salzwasser in den Rachen gelangt ist. Hätte ich vorher eine „Einweisung“ bekommen, wäre das wohl nicht passiert! Damit Euch das nicht passiert, hier die Regeln:

  • Den Kopf extrem nach hinten in den Nacken knicken und über dem Waschbecken halten. Das führt dazu, dass der Rachen verschlossen wird und keine Flüssigkeit verschluckt wird.
  • Den Mund weit öffnen, was ebenfalls zu Verschluss des Rachens führt
  • Ausatmen. Am besten laut „Aaaaaaaaaaahhh“ sagen.

Werden diese Regeln befühlt, dann nimmt die Salzlösung den Weg, für die sie bestimmt ist: vom einem Nasenloch über die Nasenbenhöhlen in das andere Nasenloch und dort wieder ins Waschbecken.

Und was hat man jetzt von dem Ganzen? Während einer Erkältungsphase  merkt man die positiven Effekte besonders deutlich: Bei regelmässigen Nasenduschen (wenn ich krank bin, mache ich mehrere pro Tag) wird die Frequenz des konventionellen (Taschentuch) Naseputzens massiv reduziert. Dies spart nicht nur Papier, sondern sorgt auch dafür, dass die Nase nicht so wund ist, wie sie es sonst meistens ist. Die Nasenschleimhaut wird angefeuchtet und mit Sauerstoff angereichert, was die Heilung stark unterstützt. Ausserdem verhindert man schlimmeres wie z.B. eine Nasennebenhöhlenentzündung, was nicht sonderlich angenehm ist. Der Krankheitsverlauf wird verkürzt und gestaltet sich insgesamt angenehmer (die Nase sitzt nicht so viel zu, dadurch werden auch die Kopfschmerzen reduziert). Und gerade zur kalten Jahreszeit in der man seine Schleimhäute mit trockener Heizungsluft foltert tut eine regelmäßige Anfeuchtung sehr gut!

Aber auch wenn man nicht krank ist, ist eine Nasendusche sehr angenehm. Schaut Euch einfach mal in Eurem Schlafzimmer um. Was findet ihr dort auf den Schränken? Richtig: Staub! Und selbst wenn Ihr einen extremen Putzfimmel habt, werdet Ihr ihn nicht verhindern können, denn die allgegenwärtigen Hausstaubmilben sind überall und kacken Euch so richtig schön die Wohnung zu… Da muss man sich schon ekeln, wenn man sich vorstellt, was man den ganzen Tag und vor allem beim Schlafen so einatmet… Und mit bloßem Naseputzen bekommt man nicht wirklich alles raus. Eine Nasendusche hingegen durchspült alles mit Wasser und wäscht die ganze Scheiße raus. Das merkt man sofort, das Durchatmen nach einer Nasendusche ist wirklich befreiend!

Ich hoffe, ich konnte Euch das Thema ein wenig näher bringen. Auf ein Demonstationsvideo verzichte ich dankend 😉 Ich kann Euch nur empfehlen: Probiert es mal aus! Es wird Eure Lebensqualität merklich steigern! Übrigens: Nasenduschen sind auch ein Geheimtipp für Pollenallergiker!

Viele weitere Infos findet ihr übrigens unter http://www.nasendusche.info/

Mein Podcast ist in iTunes!

Kurz und knapp: Nach ein wenig Fummelei habe ich jetzt meinen Podcast in iTunes. Ich stehe momentan noch in Kommunikation mit der GEMA um ein paar Fragen zu klären, aber ich denke, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis es dann richtig losgeht! Demnächst werde ich dann noch für die Vollidioten technisch nicht ganz so versierten unter Euch eine Anleitung erstellen, wie ihr mit Podcast in iTunes umgeht.

Hier mal der Direktlink für iTunes: http://itunes.apple.com/de/podcast/mobos-welt/id503569631 Sobald Apple für mich die Server fertig umprogrammiert hat ;-), werde ich bei iTunes auch in der Suche zu finden sein, wenn ihr Suchbegriffe wie „mobos Welt“ oder „Stefan Müller“ verwendet!

Und auch weiterhin gilt: Ich freue mich über Kritik, Anregungen und Hinweise!

Hier bin ich Royal Believer

In der Werbung wird zwischen zwei Arten von Konsumenten Unterschieden: Die Royal Believer und die Benefit Seekers. Letztere sind Kunden, die man durch Sonderaktionen schnell zum Konsum bewegen kann. „30% Mehr Inhalt“ oder „jetzt mit kostenloser DVD“ oder „iPad zu gewinnen“ sorgen bei Ihnen für einen Kaufimpuls. Das führt in den Supermärkten oder in anderen Handelsplätzen für ein regelrechtes Wettrüsten der der Hersteller. Benefit Seekers sind ständig auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen, nach dem perfekten Give-Away oder dem tollsten Gewinnspiel. Dies funktioniert recht zuverlässig beim Kunden, hat aber einen Nachteil: Hat beim nächsten Mal ein Konkurrent das bessere Angebot, schlagen sie dort zu. Und dann gibt es da noch die Royal Believers. Das sind die Kunden, die IHR Produkt kaufen, völlig unabhängig davon, wie der Preis ist, was es für Gewinnspiele oder Give-Aways beim Produkt gibt. Sie stehen hinter ihrem Produkt, schwärmen davon und versuchen andere zu überzeugen. Das sind natürlich die liebsten Kunden, aber oft ist es schwer sie zu erzeugen. Primärziel einer Firma ist es IMMER aus einem Benefit Seeker einen Royal Believer zu machen.

Ich selbst bin ein relativ markenbewusster Konsument. Markenimages und Verpackungsdesign sind mir beim Einkauf oft wichtig. Aber ich bin nicht so auf bestimmte Marken fixiert. Auch lassen mich die typischen Anreize á Angebote, mehr Inhalt und Produktzugaben in der Regel kalt. Somit bin ich oft nicht einen der beiden Konsumentenkategorien zuzuordnen.

Trotzdem habe ich auch in bestimmten Bereichen Marken, bei denen ich Royal Believer bin. Produkte, von denen ich zu 100% überzeugt bin, denen meine Begeisterung gebührt, von denen ich schwärme. Aus diesem Grunde, möchte ich sie Euch mal vorstellen!

Ich denke mal, dass jeder hier wissen dürfte, dass ich großer Fanboy von Apple bin. Seit ich 2006 meinen ersten iPod Nano hatte, ist das Apple-Fieber in mir immer stärker geworden. Apple TV folgte, dann kam der erste Mac und später natürlich das iPhone und iPad. Dazu dann dann mehrere Airport Express, TimeCapsule und iCloud (vorher MobileMe). Und natürlich schreibe ich diesen Post an meinem schicken iMac. Ich bin davon überzeugt, dass Apple in ihren Geschäftsfeldern einfach die besseren Geräte herstellt. Und deshalb werde ich der Firma treu bleiben. Und ich freue mich schon auf die nächsten Produkte!

Als ich mich vor einigen Jahren dazu entschlossen habe, Kaffee nicht mehr aus unsäglichen Einwegportionen heraus gebrüht zu trinken (so komfortabel Tassimo, Dolce Gusto und Co. aus sein mögen) sondern auf einen Vollautomaten umzusteigen, war für mich von vorher herein klar, dass es einer von der Schweizerischen Firma Jura sein wird. Für mich ist es einfach der Mercedes unter den Vollautomaten. Schönes, schlichtes Design gepaart mit guter Technik. Das ist es, was mich anspricht. Und trotzdem ich mich für ein Einstiegsmodell entschieden habe bin ich vollstes zufrieden. Ich ich kann mir morgens einfach keinen besseren Kaffeekoch vorstellen.

Und auch beim Kaffee wollte ich keine Kompromisse eingehen. Ich bin der Meinung, dass man, wenn man schon so viel Geld in einen Vollautomaten steckt, auch einen hochwertigen Kaffee verwenden sollte. Und ich bin der festen Überzeugung, dass man so einen NICHT in einem Supermarkt findet. Und so bin ich dann nach längerer Recherche auf einen kleine, familiäre Privatrösterei im Sauerländischen Medebach gestoßen: Langen Kaffee. Das traditionelle Familienunternehmen stellt einen exquisiten Kaffee her, der seines Gleichen sucht! Seitdem ich auf diesen Kaffee umgestiegen bin, schmeckt mir Kaffee fast nur noch zu Hause. Dass das kleine Unternehmen auch noch nach den Fairtrade-masstäben direkt beim Bauern kauft und biologisch angebaute Kaffeebohnen verkauft ist ein positiver Nebeneffekt. Und das erstaunliche dabei: der Preis ist nicht wesentlich teuerer als der von Supermarktprodukten!

Des Deutschen liebstes Getränk ist mitnichten das Bier: Nein, es ist Mineralwasser! Ein Getränk, dass es sprichwörtlich in sich hat. Die Mineralwasserverodnung ist das strengste Lebensmittelgesetz in Deutschland. Der Begriff „Mineralwasser“ ist nicht nur eine Produktkategorie, sondern ein Gütesiegel! Und vergleicht man einmal die Mineralstoffgehälter der im Markt verkauften Wasser, sticht eine Marke deutlich heraus: Gerolsteiner. Eine unglaublich hohe Gesamtmineralisierung, ein ausgewogenes Verhältnis der einzelnen Mineralstoffe untereinander sorgen dafür, dass das Mineralwasser aus der Vulkaneifel nicht nur äusserst gesund ist, sondern eben auch verdammt lecker schmeckt! Vergleicht einmal! Zu hause trinke ich nichts anderes. Stolz bin ich auch darauf, dass meine Freundin da exakt genauso ist! So musste ich sie nicht überzeugen, die Marke zu wechseln. Ausserdem bin ich Traditionalist, was Mineralwasser angeht: Mineralwasser kauft man in Glasflaschen. Basta!

Bei welchen Marken seit Ihr Royal Believer? Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Versteckte Funktionen im iPad

Nachdem mein Post über versteckte iOS 5 Features und dessen Fortsetzung so erfolgreich war (und ich auch einiges an positivem Feedback bekommen habe) gibt’s noch mal was spezielles für die iPad-Besitzer unter Euch. Immerhin vermehrt ihr Euch ja auch wie die Karnickel 😉

Meine Tipps richten sich erstmal an die Neulinge, dem alten Hasen dürfte das meiste wohl schon bekannt sein. Aber vielleicht erfahrt ihr ja doch noch etwas, was ihr noch nicht wusstet, oder ihr könnt vielleicht sogar noch was dazu beisteuern. Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Multitouch-Gesten iOS hat kein echtes Multitasking. Aus Gründen. Trotzdem kann man problemlos zwischen Anwendungen hin und her switchen. Bislang ging das am besten über die Multitasking-Leiste, auf die man durch einen Doppelklick auf die Hometaste  zugreifen kann. Doch mit iOS kann man noch schneller und komfortabler  zwischen den einzelnen Apps wechseln: Einfach mit 4 oder 5 Fingern von links nach rechts oder umgekehrt wischen. Dazu gibt es noch weitere Gesten: Wischt man mit 4 oder 5 Fingern nach oben, erscheint die Multitasking-Leiste und wenn man mit der ganzen Hand innerhalb einer App eine „Greifgeste“ macht, kommt man wieder ins Home-Menü. Aktiviert werden die Gesten unter Einstellungen – Allgemein – Multitasking-Bedienung

Geschlossene Safari-Tabs iOS 5 hat uns endlich Tabs im Safari gegeben. Wurde ja auch Zeit! Eine kleine Funktion innerhalb der Tabs ist nicht auf Anhieb zu erkennen: Wenn ihr den Finger eine zeitlang auf dem „+“-Button (der zum Öffnen eines neuen Tabs) haltet, dann erscheint eine Liste der zuletzt geschlossenen Fenster.

Schnelle Umlaute iPhone-Besitzer wissen, dass es manchmal etwas umständlich ist, Umlaute (Ä,Ö,Ü,ß) zu tippen. Vertraut man der Rechtschreibkorrektur, geht es meistens in die Hose und das Warten bis das Umlautmenü aufpoppt, wenn man den Finger auf den betreffenden Buchstaben hält, verlangsamt den Schreibprozess merklich. Auf dem iPad gibt es allerdings eine schnelle und gut funktionierende Methode: Ihr müsst beim Tippen einfach nur den Finger nach oben vom Buchstaben weg wischen und der betreffende Umlaut wird ausgeführt!

Termine Verschieben Auch eine Funktion, die iOS 5 mit sich gebracht hat: In der Monats- umd Wochenansicht beim iPad, sowie in der Tagesansicht beim iPhone und iPad könnt ihr Termine verschieben, ohne in den „Bearbeiten“-Modus zu gehen. Einfach den Finger einen Moment auf dem Termin verharren lassen und dann auf den gewünschten Tag bzw. die gewünschte Zeit (bei Tages- und Wochenansicht) verschieben.

Vielleicht war ja für den einen oder anderen was Neues dabei! Ich freue mich auf Eure Kommentare!