Internet-Basics: Spieleanfragen in Facebook deaktivieren


Immer wieder lese ich bei Facebook Unmutsbekundigungen meiner Freunde über nervende Spieleanfragen von anderen Usern. Neuerdings wieder häufiger durch die Profilbildchen von „Sagsmitbildern“. Mal ganz davon abgesehen, dass sowohl diese Unmutsbekundigungen, als auch die meiner Meinung nach einfallslosen „Sagsmitbildern“-Bilder mindestens genauso nerven wie die Spieleanfragen selbst, verstehe ich nicht ganz, wo das Problem ist. Lassen sich diese anfragen doch kinderleicht deaktivieren. Da dies aber wohl manche Leute nicht können, gibt’s für alle Unwissenden mal eine kleine bebilderte Anleitung. Dann müsst ihr im Gegenzug mich auch nicht mehr mit den Unmutsbekundigungen nerven.

Eine Win-Win-Situation!

Hier ist eine Anfrage. Wenn man nicht über das Benachrichtigungssystem dorthin gekommen ist, kommt man auch ganz leicht zu seinen Nachrichten, indem man in der Menüspalte links in Facebook unter dem Punkt „Anwendungen“ auf „Anwendungsanfragen“ oder „Spieleanfragen“ klickt. Bei der Anfrage klickt man zuerst einfach auf das „X“

Als nächstes klickt man dann auf „[Anwendungsname] blockieren“ und man bekommt von dieser Anwendung keine weiteren Anfragen. So schwer ist das doch nicht, oder?

Will man jetzt noch alle Meldungen auf den Pinnwänden der Freunde deaktivieren fährt man einfach mit dem Mauszeiger über diese Meldung, so dass in der rechten, oberen Ecke der kleine Haken erscheint. Dort klickt man dann drauf und wählt „Alle Beiträge von [Anwendungsname] verbergen“ aus.

Schwups, wird man durch diese Anwendung nicht mehr belästigt. Immer wenn es was Neues gibt, was einem nervt kann man den Vorgang mit ein paar Klicks wiederholen und man hat wieder seine Ruhe.

Entscheiden man sich dann doch dafür, dass man eine Anwendung benutzen möchte, klickt man in Facebook ganz rechts oben auf den kleinen Pfeil, wählt „Privatsphäre-Einstellungen“, dort klickt man dann unter „Blockierte Personen und Anwendungen“ auf „Blockierungen verwalten“  und man kann einzelne Anwendungen dann zurück in die Sichtbarkeit hieven.

Ist doch alles nicht so schwer, oder?

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Neue Sicherheitslücke bei Facebook

Bild under CC-Lizenz. Author: Maxo, Quelle Wikimedia Commons

Eigentlich gehöre ich nicht zu dein Leuten, die Angst um ihre Privatsphäre haben und bei jedem neuen Onlinedienst (á Google Streetview, Facebook etc) Angst vor dem Ausverkauf ihrer Daten haben. Eher sehe ich mich auf der Seite der Post-Privacy-Anhänger. Trotzdem erwarte ich von einem Diensteanbieter, dass dessen Privacy-Maßnahmen auch so funktionieren, wie sie gedacht sind. Und das tun sie leider nicht immer, wie ich jetzt bermerken musste.

Kürzlich habe ich mir die Mühe bei Facebook gemacht und diverse Freundeslisten bei Facebook erstellt, um dieses Feature in meine alltägliche Nutzung zu integrieren. Zum einen nutze ich dieses, um Postings nur für relevante Personen sichtbar zu machen (niemanden ausserhalb meines Heimatortes interessieren lokale Ereignisse) zum anderen aber auch, weil ich bei bestimmten Themen nicht will, dass jeder mitbekommt, welche Meinung ich dazu habe. Dies schien auch ganz gut zu funktionieren, bis ich vor kurzem von einer Freundin gefragt wurde, warum sie einen von mir geposteten Artikel nicht in meinem Stream sehen konnte.

Explizit ging es um einen Artikel bei SpOn, den ich nur für die Mitglieder einer meiner Listen gepostet habe. Angesprochen darauf wurde ich aber von jemanden, der nicht in dieser Liste war! Wie konnte sie dann nur wissen, dass ich diesen Artikel gepostet habe? Die Antwort hat mir zu denken gegeben.

Spiegel Online benutzt ein von Facebook zur Verfügung gestelltes Widget, das „Activity Feed Plugin“ Es hat die Funktion, Seitenbesucher zu zeigen, welche Facebook-Freunde Inhalte des Anbieters auf Facebook geteilt haben. Dies ist durchaus eine nette Funktion.

Dummerweise nimmt dieses Plugin keinerlei Rücksicht darauf, ob die geteilten pages öffentlich oder nur für eine eingeschränkte Nutzerzahl gepostet wurden. Nein, dort tauchen grundsätzlich alle geteilten Inhalte auf! Somit kann jeder meiner Facebook-Kontakte sehen, was ich von einer Seite geteilt habe, die dieses Plugin benutzt, auch wenn es eigentlich gar nicht für seine Augen bestimmt war! Jeder sollte sich also zweimal überlegen, was er  für einen eingeschränkten Nutzerkreis postet, denn unter Umständen erfahren es die anderen trotzdem!

Hier ein paar Screenshots dazu:

Dieses Posting habe ich nur für die Liste „Müll“ gepostet. Diese habe ich zur Demonstration erstellt. Sie enthält keinerlei Mitglieder. Niemand auf Facebook kann somit sehen, dass ich diesen Artikel geteilt habe.

Das Activity Feed-Plugin auf SpOn. Dadurch kann jeder meiner Freunde sehen, dass ich den Artikel geteilt habe, eben auch diejenigen, die nicht in der betreffenden Liste sind!

Das Löschen eines Beitrages auf Facebook führt keinesfalls dazu, dass es auch in dem Seitenwidget verschwindet! Nur das weitere Posten mehrerer anderer Artikel führt dazu, dass der Artikel weiter nach unten wandert.

Dieses Problematik ist meiner Meinung nach ein eklatanter Fehler in der Facebook-API und bedarf einer dringenden Änderung!

Übrigens: Ihr dürft diesen Artikel ruhig auf Facebook teilen. Auch für bestimmte Listen – ich verwende dieses Plugin nicht auf mobos-welt.de 😉

Das Hakenkreuz als Malvorlage

Gut gemachte Grafitis und Streetart-Werke sind schön und werten meiner Meinung nach die urbanen Beton- und Glasfassaden-Wüsten der Metropolen deutlich auf. Stupides Geschmiere und einfallslose Tags sind aber hingegen bloß Vandalismus und haben mit Kunst genauso wenig zu tun wie ein BicMac mit ausgewogener Ernährung.

Und der Gipfel von all dem sind dann aufgesprühten Hakenkreuze. Bei deren Anblick muss ich mich schämen, in einem Land zu leben, indem es scheinbar immer noch Leute gibt, die nicht aus der Vergangenheit gelernt haben und sich weiterhin auf die kranken Ansichten eines psychopathischen Massenmörders stützen. Fremdschäm galore!

Auf einem Kondomautomaten an einer stark befahrenen Hauptstraße in Hamm (auch noch direkt neben einer Bunkeranlage), prangte wochenlang ein hingeschmiertes Hakenkreuz. Tagtäglich haben es bestimmt hunderte Menschen gesehen, darunter bestimmt auch einige Gäste aus dem Ausland, die dann gleich sehen konnten, in was für einem Land sie zu Gast sind. Einfach nur traurig. Da sich anscheinend niemand dazu genötigt gefühlt hat, die Scheiße zu entfernen, hat wohl jemand auf ungewöhnliche Weise die Sache selbst in die Hand genommen und das Ganze ein wenig verschönert. Ein kleiner Held des Alltags.

Die Niederlande verbieten Ausländern den Zugang zu Coffeeshops

Es war einmal ein kleines liberales Königreich, in dem ein paar kluge Politiker ein paar kluge Entscheidungen getroffen haben: Ganz im Gegensatz zu den bösen Nachbarstaaten wollten sie in ihrem Land nicht einen großen Teil ihrer Bevölkerung kriminalisieren und einen beträchtlichen Anteil ihres Polizeibudgets für die Strafverfolgung eben dieser kriminalisierten Menschen verschwenden. Nein, sie wussten dass es wesentlich Wichtigeres gab als die Verfolgung und Stigmatisierung von Konsumenten harmloser, psychoaktiven Pflanzen. Sie schufen deshalb einen weltweit einmaligen Modellversuch zum legalen und kontrollierten Handel und Konsum von Cannabis. Das Coffeeshopsystem war geboren.
Andere Staaten, vor allem die direkten Nachbarn, kritisierten diesen Schritt allzu oft. Doch dadurch ließ sich das kleine Königreich nicht beirren, denn das Experiment war erfolgreich: Die Justiz konnte sich auf wichtigere Dinge konzentrieren, es gab zusätzliche Steuereinnahmen und das medizinisch ausgebildete Personal konnte sich bei Problemen vor Ort direkt um die Konsumenten kümmern. Natürlich gab es auch Kritiker denen das Ganze ein Dorn im Auge war. Sie sahen ihr kleines Land überschwemmt von pöbelnden Drogentouristen und hatten Angst um ihre Kinder. Doch der überwiegende Teil der Bevölkerung stand hinter der modernen und liberalen Politik. Und der Erfolg gab ihnen Recht.
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Internationaler Tag gegen Homophobie

Heute ist internationaler Tag gegen Homophobie. Obwohl wir in einem aufgeklärten Land leben gibt es noch immer zu viele Feindseligkeiten gegenüber Homosexuelle. „Schwul“ ist leider bei vielen zu einem Schimpfwort geworden. Noch trauriger ist es, dass in vielen anderen Ländern Homosexualität bei Strafe verboten ist und teilweise sogar mit Folter oder dem Tod bestraft wird.
Es wird Zeit, dass sich das ändert! Tretet für eure schwulen Mitmenschen ein! Verurteilt das Benutzen von Homosexualität als Schimpfwort! Sorgt endlich dafür, dass jeder Mitmensch, unabhängig von seiner sexuellen Ausrichtung, gleich und fair behandelt wird. Homosexualität ist eine Bereicherung für unsere bunte Welt. Zeigt Flagge!

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Ein kleiner Tipp für Amsterdam-Touristen

Meine Empfehlung: Packt NACH eurem Städteurlaub in Amsterdam eure Tram-Tickets aus der Tasche/Jacke! Ich habe meine In der Brusttasche meiner Jacke gelassen und mich gewundert, warum seit Wochen regelmäßig der Alarm an den Supermarktkassen in Deutschland bei mir losgeht… Dieser wird nämlich durch den NFC-Chip in den Karten ausgelöst! Da ich im Außendienst täglich mehrere Märkte besuche wurde es doch sehr schnell nervig. Dumm nur, wenn man nicht drauf kommt, woran es liegt 😉

Die VZ-Netzwerke und der liebe Datenschutz

Anmerkung zu Beginn: Ich gehöre nicht zu der Fraktion von Deutschen Leuten, die Angst vor den sogenannten „Datenkraken“ wie Facebook, Apple, Google & Co haben. Ich halte die Weitergabe von persönlichen Informationen zur gezielten Werbung für vollkommen legitim als Tausch gegen gut gemachte und kostenlose Angebote. Die wirklichen Datenschutzverstöße kommen vom Staat, nicht von der Industrie. Man sollte beginnen da zu differenzieren!

Doch wenn ein Angebotsbetreiber groß damit wirbt, den Datenschutz ernster als andere zu nehmen, sich aber nicht wirklich dran hält, dann irritiert mich das schon etwas!

Kürzlich habe ich mein Profil bei dem ehemaligen Vorzeige-Social-Network „StudiVZ“ gelöscht. Ich habe das Netzwerk nicht mehr wirklich genutzt, konnte die ewigen Verschlimmbesserungen (ich sag nur „der neue Plauderkasten“) nicht mehr ertragen. Keinerlei wirkliche Innovationen in der letzten Zeit. Hinzu kommt, dass ich durch Facebook und twitter bereits mehr als genug Zeit auf Social-Network-Plattformen verschwende verweile.

Die einzigen wirklichen Innovationen, die es in den Communitys des Holzbrinck-Verlages in der letzten Zeit gab, waren die Bestrebungen zum Datenschutz, die sie sich auf die Fahnen geschrieben haben. Gerade im Land der Datenschutzschisser dürfte es ihnen so einige User zusätzlich eingebracht haben. Dass sie das nur auf Druck der Datenschützer gemacht haben, nachdem sie einige Skandale hinter sich hatten, scheint so mancher dabei vergessen zu haben. Und angesichts der ständig wachsenden Dominanz von Facebook verkommen die ach so edlen Ziele doch eh nur zu Marketing-Maßnahmen, um das Ruder des sinkenden Schiffes doch noch herum zu reißen.

Umso erstaunter war ich, als ich feststellen musste, dass sie es scheinbar doch nicht so ernst mit ihrem Datenschutz nehmen.

Besucht man ihre Seite und schaut sich den Text an, den sie unter Datenschutz verlinkt haben ließt man folgendes:

Wenn Du etwas löschst, ist es auch weg. Restlos.

sowie

Für uns gilt das strenge deutsche Datenschutzrecht – und wir nehmen das ernst!

Durchaus ehrbare Aussagen. Wie kommt es dann allerdings, dass ich 6 Tage NACH dem Löschen meines Profils den Newsletter der VZ-Netzwerke erhalte? Scheinbar befindet sich meine eMail-Adresse doch noch auf deren System, obwohl sie doch hoch und heilig versprechen, dass meine Daten bei denen gelöscht sind? Ich konnte mich dann zwar aus deren Verteiler austragen, aber es bleibt doch ein fader Beigeschmack und die Gewissheit, dass ihre Versprechungen wohl doch nicht ganz wahrheitsgemäß sind.

Darum schaue ich kein TV mehr

Meine RL-Bekannten dürften es wohl wissen: Ich verweigere mich seit nun mehr als 5 Jahren konsequent jeglichem Fernsehkonsums. Zwar steht so eine Kiste in meinem Wohnzimmer und sie ist relativ häufig in Benutzung (DVDs, Video-Podcasts, Videospiele etc.) aber klassisches TV-Programm kommt mir nicht mehr auf die Mattscheibe. Dabei war ich früher doch ein ziemlicher TV-Junkie. Zum einem trägt natürlich das Internet Teilschuld daran. Seitdem ich seit Ende der 90er „On“ bin, hat dieses Medium meinen Fernseh-Konsum mehr und mehr zurückgeschraubt. Die Bidirektionalität macht mir wesentlich mehr Spass als das pure Konsumieren festgelegter Inhalte. Die Revolution des User-Generatet-Content tat da ihr Übriges. Aber das alleine hat den TV-Konsum nur gemindert.

Die bewusste Entscheidung gegen das Fernsehen hat die Richtung bewirkt, wohin sich das deutsche (und auch internationale Programm) entwickelt hat: Ein Großteil dessen, was auf RTL, Sat1 und Co. läuft, ziehlt doch nur noch darauf ab, sich über andere Menschen lustig zu machen. Egal ob es jetzt der aktuelle Dschungel-, Pop- und Superstar ist oder einer der vielen billig produzierten (Pseudo-)Doku-Soaps. Klar gebe ich mich auch manchmal der Schadenfreude hin und gewiss kann ich mir bei machen Castingteilnehmer für irgendwelche Retortenband-shows das Schmunzeln nicht verkneifen, aber die Geballtheit, in der das Ganze über den Äther gesendet wird, erschreckt mich. Da will ich einfach nicht mitmachen. Menschlichkeit ist was anderes.

Die Fernsehsender nutzen es schamlos aus, dass viele Menschen ihre fünf Minuten Ruhm haben wollen und locken sie mit Versprechen und Geld. Natürlich kann man sagen, die Teilnehmer seien selbst schuld daran, wenn sie da mitmachen. Natürlich wird niemand dazu gezwungen, sich vor der Kamera lächerlich zu machen. Doch vielleicht wissen sie es einfach nicht besser. Vielleicht wird ihre Geldnot ausgenutzt oder das Unverständnis darüber, dass die Sender nicht daran interessiert ist, den Menschen zu helfen oder aus ihnen Stars zu machen, sondern einzig und allein scharf auf eine gute Quote sind. Man sollte dumme Menschen nicht dafür bestrafen, dass sie dumm sind, indem man es schamlos ausnutzt. Ein bisschen mehr Ethik täte den Sendeanstalten wirklich gut. Dann werde auch ich vielleicht mal wieder mit dem Zappen beginnen.

Der Packstation-Fail!

Vor längerer Zeit habe ich mich für die Packstationen der
DHL registriert. Nachdem dann die Unterlagen per Post ankamen, habe
ich das Interesse verloren, da mir das Verfahren als zu kompliziert
erschien. Ich habe den Service nie genutzt und muss auch irgendwann
die Unterlagen dazu entsorgt haben. Umso erstaunter war ich, als
ich kurz vor Weihnachten via eMail die Benachrichtigung über eine
Sendung, die in einer Packstation für mich bereit lag. Das könne
nur mein twichtel sein, dachte ich. Dummerweise
benötigte ich ja meine Packstation-PIN, doch die Unterlagen wurden
wahrscheinlich schon längst zu Klopapier oder Ähnlichem recycelt.
Nachdem ich mir dann über die Kundenbetreuung der DHL eine neue PIN
zuschicken liess, bin ich gespannt zur Packstation gefahren. Diese
spuckte ein großes Paket von Amazon aus. Inhalt waren zwei
Brettspiele nebst Rechnung (Betrag bereits bezahlt). Dies
verwunderte mich sehr, hatte ich doch nichts bestellt und auch
keinerlei Abbuchungen seitens Amazon gehabt. Zuhause habe ich mich
dann in mein Profil eingeloggt und auch dort keinerlei Hinweise für
eine Bestellung gefunden. Daraufhin habe ich die Kundenbetreuung
von Amazon angerufen und nachgefragt. Trotz der Vorweihnachtszeit
kam ich erstaunlich schnell durch. Respekt! Die nette Dame am
anderen Ende der Leitung war auch zunächst ratlos, nach Abgleich
der Rechnungsnummer stellten wir aber fest, dass das Paket für
einen Namensvetter aus meiner Heimatstadt war. Scheinbar hatte die
DHL fälschlicherweise mich als Adressaten benachrichtigt und nicht
den anderen Stefan Müller (wobei ich natürlich eigentlich das
Original bin!!!111einseinself)! Ich finde, dass das ein ziemlicher
Fail für das Unternehmen ist. So wie es aussieht, ist das
Packstation-System fehlerbehaftet! Ich habe mein Alter-Ego
kontaktiert (die Amazon-Kundenbetreuerin hat zum Abgleich meiner
Daten seine eMail-Adresse genannt. Datenschutz galore!). Das Paket
wurde bereits als vermisst gemeldet und neu bestellt. Ich habe die
Lieferung an Amazon zurückgeschickt und seitdem nichts mehr davon
gehört. Ich frage mich, ob so etwas jetzt häufiger passieren wird.
Es bleibt ein fader Beigeschmack der Unsicherheit des Systems
Packstation.

Weihnachten – Nein Danke!

In unserem Land gibt es eine vom Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit. Und wenn man mal vom Misstrauen und Vorurteilen gegenüber unseren muslimischen Mitbürgern absieht, funktioniert das auch ganz gut.
Ausser zur Weihnachtszeit! Da ist es verpönt, wenn man nicht der allgemeinen Hysterie frönt. Erinnert mich ein wenig an die FIFA-EMs/WMs: Die überwiegende Zeit wird man vollkommen akzeptiert, wenn man die Meinung hat, dass Fussball total öde ist. Aber wehe, die Nationalmannschaft muss mal wieder ran, die Ehre des deutschen Reichs Vaterlandes zu verteidigen: Dann wird man schief angeschaut, wenn man den Scheiß nicht mitmachen will.
Zur Adventszeit ist es dann ähnlich: In 11 Monaten des Jahres findet es fast jeder OK, dass man nicht an einen ans Kreuz getackerten Sohn Gottes glaubt und den Papst als einen abstinenten Freak bezeichnet. Aber im Dezember ist alles anders: Hier wird man förmlich dazu gezwungen, sich über die immer gleichen Weihnachtsdekos der Shoppingmalls und Supermärkte zu erfreuen, die unglaubliche Energieverschwendung durch Abermillionen von Glühbirnen in Lichterketten mit einem „Ohhhhhhh wie schön!“ abzutun und Facebook-Massenweihnachtsgrüße zu versenden.
Ich bekomme hingegen jedes Jahr aufs Neue die Lust, mich im Dezember in ein streng muslimische Land abzusetzen (wärmer ist es dort ja in der Regel auch noch…). Stattdessen muss ich mich mit regelmäßigem Weihnachtsnewsletterlöschen und Parkplatzsuche im Parkhaus beschäftigen. Zum Glück ist der Schwachsinn nächste Woche vorbei. Dann freue ich mich wieder über die Anfragen, was ich „Sylvester“ denn so mache.