Plattenkritik: Roxette – Charm School

Die 90er. Über dieses Jahrzehnt kann man Vieles schreiben (mag daran liegen, dass in einem Zeitraum von 10 Jahren  generell viel passiert…). Aber da es nunmal das Jahrzehnt war, indem ich zu dem seltsamen Personenkreis namens „Teenager“ gehörte, war es für mich halt eine besondere Dekade. Gerade noch die Wiedervereinigung mitbekommen, da passierte ein noch viel prägenderes Ereignis: Die Pubertät. Und mit ihr „Begleiterscheinungen“ wie die erste Freundin, der erste Kuss, der erste Sex.

Und zu all dem gehörte generell immer eins: Die Musik. Die einzige Liebe, die einen das ganze Leben begleitet. Und in Zeiten VOR Filesharing und gigantischen mp3-Sammlungen hatte man zur ihr noch eine ganz andere Wertschätzung.

Obwohl ich in den Jahren von 1990-1999 viele musikalische Phasen durchgemacht habe, kann man doch zweifelsohne behaupten, dass Roxette einen wichtigen Teil zum Soundtracks dieser Jahre beigesteuert haben.

Wer hat in dieser Zeit nicht zu Songs wie „Joyride“ abgerockt oder Klammerblues zu „Spending my time“ getanzt? Das schwedische Popduo ist einfach eng mit den 90ern verknüpft. Songs von ihnen durften auf keiner Party, auf keiner „Bravo Hits“ und „Kuschelrock“ zu dieser Zeit fehlen. In den letzten Jahren wurde es allerdings sehr still um Per Gessle und Marie Fredriksson. Der Grund war ein Hirntumor bei Marie.

Das ist nun vorbei! Roxette starten ein Comeback! Seit Wochen bereits wird die neue Single „She’s Got Nothing On (But the Radio) gespielt, begleitet von einer großen TV-Werbekampagne. Der Song läd sofort zum Mitsingen ein und man könnte meinen, Roxette seien niemals weg gewesen. Heute ist dann das neue Album erschienen. Darauf sind 12 typische Roxette-Songs. Easy-listening-Popsound, so wie man ihn erwartet. Keine Überraschungen, keine Experimente, aber trotzdem sehr gelungen. Hohes Ohrwurmpotential, wie man von den beiden Schweden kennt. Dazu ein paar Balladen, die einen zurück in die Zeit versetzen, als engumschlungenes Tanzen noch Hauptbestandteil unserer erotische Träume war.

Wer also Lust auf eine gutes Stück Popmusik hat, sollte unbedingt mal reinhören!

Bandhomepage
Album bei iTunes

Advertisements

5 Kommentare zu “Plattenkritik: Roxette – Charm School

  1. Irgendwie habe ich befürchtet, dass Du eine Plattenkritik zu dem neuen Album von Roxette abgibst und dazu gerne Kommentare lesen möchtest.

    Na was soll ich hierzu sagen? Außer dass ich nie ein Fan dieser Gruppe war. Wie Du schon ganz Richtig gesagt hast waren die 90er von diesem Duo begleitet, ich selber habe den Hype dazu aber nie wirklich verstanden.

    Meine Favoriten in den 90er waren eher folgende Bands: Toten Hosen, Rolling Stones und natürlich Westernhagen und Joe Cocker…

    Ich habe mir das neue Album von Roxette trotzdem mal angehört und es ändert leider an meiner Meinung nichts.
    Man kann es sich gut anhören, reißt einen, im Vergleich zum neuen Album von Joe Cocker, aber nicht mit.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s